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ICO Speedminton® Slovenian Open 2016

Pünktlich zur fünften Jahreszeit im Rheinland, machten sich drei SpeedKrebse (Nicola Wurz, Patrick Schüsseler und Jochen Scholz) und eine SpeedHenne (Malte Koch) auf den Weg ins 1000 km entfernte Slowenien, um am ersten 1.000er Turnier des Jahres, den Slovenian Open in Podecetrtek, teilzunehmen. Man verband den Trip zum Turnier mit der Möglichkeit, daraus einen kleinen Urlaub zu machen und organisierte Übernachtungen in Bled (Slo), Podcetrtek (Slo), Salzburg und München. Ein Auto wurde gemietet, bis unters Dach bepackt und der Weg nach Slowenien aufgenommen. Die Stimmung war prima und ausgelassen und die Vorfreude auf das Turnier groß. Nachdem man die Städte Bled und Ljubljana am Donnerstag und Freitag erkundet hatte, trafen die vier Crossminton-Spieler am Austragungsort Podcetrtek ein.
 

Am Samstagmorgen um 08:00 Uhr war Sign-in und die ersten Spiele begannen um 08:30 Uhr. Nicola hatte in ihrer 4er-Gruppe die amtierende Weltmeisterin Jasmina Keber zugelost bekommen, was natürlich eine große Herausforderung für die junge Spielerin der SpeedKrebse war. Die beiden trafen auch gleich im ersten Gruppenspiel aufeinander und Nicola zog sich beachtlich aus der Affäre. Nachdem sie den ersten Satz nach anfänglicher Nervosität gegen die Weltranglistenerste aus Slowenien noch mit 9:16 verloren hatte, kam sie im zweiten Satz immer besser ins Spiel und konnte diesen ausgeglichen gestalten, aber am Ende siegte die Präzision von Jasmina und der zweite Satz ging mit 12:16 verloren. Im zweiten Spiel der Gruppe traf Nicola wieder auf eine Slowenin. Leider fand sie von Anfang an nicht ins Spiel und musste sich in zwei Sätzen ihrer Kontrahentin Anja Rutar geschlagen geben. Im letzten Gruppenspiel kam es zum Duell mit Andrea Diallo vom Kölner Speed-Badminton Verein (KSBV). Hier konnte sich Nicola in zwei Sätzen durchsetzen, so dass am Ende ein guter siebter Platz für Nicola zu buche stand. Mit diesem guten Ergebnis schaffte Nicola auch den Sprung unter die TOP 50 in der Damen-Weltrangliste und belegt aktuell Platz 47.
 
Jochen musste auch direkt am frühen Morgen in sein erstes Gruppenspiel starten. Gegen den Ungarn Imre Racz konnte er nach langem ausgeglichenem Spiel in zwei Sätzen gewinnen. Auch die beiden nachfolgenden Spiele gegen die Kroaten Jasmin Zukic und Damir Barisic gewann Jochen souverän in zwei Sätzen und konnte sich so als Gruppenerster für das Viertelfinale qualifizieren. Hier traf er auf einen guten alten Bekannten, den Polen Przemek Drumlak, gegen den er schon letztes Jahr in Amsterdam und Basel den Kürzeren gezogen hatte. Auch dieses mal war der Pole zu stark für Jochen und er verlor glatt in zwei Sätzen. Trotzdem erreichte Jochen mit Platz fünf sein bisher bestes Turnierergebnis und konnte sich in der Weltrangliste der Herren O40 unter die Top 30 spielen (Platz 30).

Patrick, der amtierende deutsche Meister, musste erst am Vormittag starten. In seiner Gruppe traf er auf Oleksiy Pylpov (UKR), Robi Titovsek (SLO) und Oliver Vincze (HUN). Gegen den Ukrainer kam Patrick gut ins Spiel und gewann glatt in zwei Sätzen. Mit Robi aus Slowenien hatte Patrick schon mehr Mühe, konnte das Spiel aber am Ende doch sicher mit 2:1 Sätzen für sich entscheiden. Im dritten Gruppenspiel war Patrick dann wieder konzentrierter und lies seinem Gegner aus Ungarn keine Chance und gewann in zwei ungefährdeten Sätzen. Nach einem klaren Zweisatzsieg im Viertelfinale kam es zum rein deutschen Halbfinale mit dem deutschen Mannschaftsmeister (Elbspeeder Hamburg) Söhnke Kaatz aus Buxtehude. Hier entwickelte sich von Anfang an ein hochklassiges und am Ende dramatisches Spiel, welches Patrick dank seiner Nervenstärke in der Verlängerung des dritten Satzes für sich entscheiden konnte.

Im Finale sollte der Weltranglistenzweite und Vizeweltmeister Myhailo Mandryk aus der Ukraine auf ihn warten, der im Halbfinale dem Deutschen Vizemeister Robin Joop (Wobspeeders Wolfsburg) keine Chance ließ. Zu später Abendzeit konnten beide Spieler nochmal ihr bestes Spiel hervorbringen, so dass den Zuschauern ein wahres Spektakel geboten wurde. Knallharte Aufschläge von Myhailo Mandryk konterte Patrick mit platzierten, unerreichbaren Returns. Beide Spieler schenkten sich nichts und wollten das Finale gewinnen. Patrick war hochkonzentriert und motiviert und konnte sich am Ende den Sieg in der offenen Kategorie Herren sichern. Hiermit festigt er auch seinen hervorragenden vierten Platz in der Weltrangliste und ist in dieser Form auch ein heißer Anwärter auf den Titel der diesjährigen Europameisterschaft.

Am Sonntag ging es mit der Doppel- und Mixedkonkurrenz weiter sowie mit den Spielen der Junioren. Bei den Junioren unter 18 Jahren konnte sich Malte von den SpeedHennen aus Hennef nach starken Gruppenspielen bis ins Halbfinale vorkämpfen. Dort traf er auf den späteren Sieger Mateo Sepic aus Kroatien, der ihm technisch noch ein wenig überlegen war. Malte spielte beherzt und versuchte seine Chancen zu nutzen, musste sich dann aber doch in zwei Sätzen geschlagen geben. Am Ende stand ein hervorragender dritter Platz für ihn zu buche.

In der Mixed-Konkurrenz gingen Nicola und Jochen an den Start. Die beiden spielten zum ersten Mal zusammen und trafen im Achtelfinale auf das eingespielte Paar Andrea und Bouba Diallo vom KSBV. Am Anfang konnte das Brühler Mixed die Partie offen gestalten und mussten den ersten Satz erst in der Verlängerung (15:17) abgegeben. Im zweiten Satz verloren sie anfänglich den Faden und die Kölner konnten schnell auf 9:1 davonziehen. Diesen Vorsprung bewahrten sich Andrea und Bouba bis zum Ende und konnten das Spiel in zwei Sätzen für sich entscheiden. Mit Platz neun in ihrem ersten gemeinsamen Turnier waren Nicola und Jochen nicht unzufrieden.

In der Doppel-Konkurrenz ging der amtierende Vizeweltmeister im Doppel, Patrick Schüsseler, mit der amtierenden Vizeweltmeisterin im Mixed und Gewinnerin der Damenkonkurrenz, Jasmina Keber, an den Start. Normalerweise würde man denken, dass beide eher im Mixed starten würden, aber Jasmina entschied sich für den Doppelwettbewerb und das am Ende auch zu Recht. Jasmina und Patrick harmonierten auf dem Spielfeld perfekt und ließen ihren Gegnern auf den Weg zum Gewinn des Turniers keine Chance. Beide spielten schnell, präzise und taktisch klug, so dass die Gegner keine Mittel fanden, dieses Duo zu bezwingen.

Als Resümee kann festgehalten werden, zwei erste Plätze durch Patrick, ein dritter Platz durch Malte, ein fünfter Platz von Jochen, ein siebter Platz von Nicola und ein neunter Platz durch Nicola und Jochen. Eine wirklich gute Ausbeute für das erste 1.000 Punkte Turnier des Jahres. So kann es für die SpeedKrebse weitergehen!

by Jochen

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